Shark

Herbizid zur Krautabtötung in Kartoffeln und zur Entfernung von Stockaustrieben im Weinbau

SHARK ist ein Kontaktherbizid zur Sikkation in Saat-, Speise-, Wirtschafts- und Industriekartoffeln vor der Ernte mit oder ohne vorheriges Schlegeln. Durch seine besondere Wirkungsweise eignet es sich vor allem zum Sikkieren der Stängel. Dabei hat SHARK einen sehr positiven Einfluss auf die Qualität der Kartoffeln. 
Bedingt durch seine Eigenschaft als nicht-systemisches Kontaktherbizid wird SHARK auch zum chemischen Entfernen von Stockaustrieben an der Weinrebe eingesetzt.

Wirkstoff: Carfentrazone-Ethyl, 60 g/l 
Formulierung: Mikroemulsion (ME)
Packungsgröße: 1 Liter, 5 Liter

Eigenschaften und Wirkungsweise
SHARK, ein Kontaktherbizid aus der Gruppe der Triazolinone, ist als Mikroemulsion (Wasser-in-Öl; ME) formuliert. Die Formulierung enthält bereits als Additiv ein verestertes Pflanzenöl. Der Wirkstoff wird nach der Behandlung zügig von den Blättern und den grünen Pflanzenteilen aufgenommen. Eine Aufnahme über die Pflanzenwurzeln erfolgt nicht. 
Die Wirkungsweise beruht auf einer Unterbrechung des physiologischen Prozesses der Bildung des Chlorophylls. Daher sind einige Stunden volles Tageslicht (ca. 5 Stunden) nach der Behandlung für die Einleitung der Wirkung notwendig. Innerhalb der behandelten Pflanzen wird der Wirkstoff nicht transportiert. Nach wenigen Tagen treten an den behandelten Pflanzen oder Pflanzenteilen die ersten Symptome in Form von braunen, nekrotischen Flecken auf, die im Verlauf der nachfolgenden Tage rasch größer werden, ineinander übergehen und zum Absterben des Kartoffelkrautes bzw. der Stängel oder der Stockaustriebe führen. 
SHARK ist in seiner Wirkungsweise stärker an die natürlichen Abreifevorgänge der Kartoffel angelehnt, daher werden die Symptome erst nach mehreren Tagen sichtbar. Die Anwendung fördert die Abreifevorgänge der Pflanze und damit auch die Trennung der Stolonen von den Knollen. Dadurch verbessert es die technischen und qualitativen Parameter der Kartoffeln, stressbedingte Qualitätsminderungen werden minimiert.

Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe): E

Anwendung
Von der Zulassungsbehörde festgelegte Anwendungsgebiete
Kartoffeln

Anwendungsgebietsnummer: 005268-00/00-001
Zweckbestimmung:  Krautabtötung
Anwendungszeitpunkt: 14 Tage vor der Ernte
Aufwandmenge: 1,0 l/ha
Anzahl Behandlungen: 1
Wasseraufwandmenge: 300 - 600 l/ha

Anwendungsgebietsnummer: 005268-00/01-001
Zweckbestimmung: Krautabtötung
Erläuterungen zur Kultur: bei stark wüchsigen Sorten
Anwendungszeitpunkt: 1-2 Tage nach dem Krautschlagen und 14 Tage vor der Ernte
Aufwandmenge: 1,0 l/ha
Anzahl Behandlungen: 1
Wasseraufwandmenge:  300 - 600 l/ha

 

 

Genehmigungen nach § 18 a Pflanzenschutzgesetz
Wein

Anwendungsgebietsnummer: 005268-00/02-001
Zweckbestimmung: Entfernung von Stockaustrieben
Erläuterungen zur Kultur: Nutzung als Kelter- und Tafeltraube ab 3. Standjahr der Weinrebe; nur in wüchsigen Sorten: Grüner Silvaner, Morio Muskat, Chardonnay, Schwarzriesling und Burgundersorten.
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Austrieb, bis ca. 15 cm Trieblänge
Aufwandmenge: 1,0 l/ha 
Anwendungstechnik: Reihenbehandlung / Stammbehandlung / mit Spritzschirm
Wasseraufwandmenge: 200 - 500 l/ha
Anzahl der Behandlungen:1

Anwendungsgebietsnummer: 005268-00/02-002
Zweckbestimmung: Entfernung von Stockaustrieben
Erläuterungen zur Kultur: Nutzung als Kelter- und Tafeltraube ab 3. Standjahr der Weinrebe; nur in wüchsigen Sorten: Grüner Silvaner, Morio Muskat, Chardonnay, Schwarzriesling und Burgundersorten.
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Austrieb und nach erneutem Austrieb, bis 15 cm Trieblänge     
Aufwandmenge: Zeitpunkt 1: 0,5 l/ha
Zeitpunkt 2: 0,5 l/ha
Abstand: 14 Tage
Anwendungstechnik: im Splittingverfahren (2 Behandlungen) / Reihenbehandlung / Stammbehandlung /mit Spritzschirm
Wasseraufwandmenge: 200 - 500 l/ha
Anzahl der Behandlungen: 2

 

Wartezeit: 
Kartoffel: 14 Tage
Weinbau / Beerenobst: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und / oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festlegung einer Wartezeit ist nicht erforderlich (F).

Anwendungsempfehlungen

Kartoffeln:
Der Einsatz von SHARK zur Krautabtötung in Kartoffeln dient der Ernteerleichterung sowie der Qualitätssicherung und bietet folgende Vorteile:

  • gleichmäßige Abreife des gesamten Bestandes
  • leichtere Rodbarkeit
  • wirksame Unterdrückung des Wiederaustriebs
  • bessere Trennung der Knollen vom Kraut
  • hohe Schalenfestigkeit, geringe Beschädigungsneigung bei der Ernte
  • reduzierte Gefäßbündelverbräunungen und Nabelendnekrosen
  • Verminderung der Knolleninfektion bei vorhandenem Phytophthora-Befall im Bestand, dadurch gute Lagerfähigkeit
  • geringere Knollenverschmutzung bei der Ernte

Einsatz von SHARK
Nach firmeneigenen Erfahrungen haben sich folgende Anwendungen in der Praxis bewährt:

1. wüchsige, grüne Bestände / Pflanzkartoffeln: 
Das Blattdach muss vor dem Einsatz von SHARK geöffnet werden.

  • Schlegeln, nach 1-2 Tagen gefolgt von SHARK

Bei guter Schlegelqualität (d. h. Kraut zwischen den Dämmen abgelegt, Stängel mit Spritzbrühe gut erreichbar) kann die SHARK - Applikation direkt nach dem Schlegeln erfolgen. Befindet sich noch Schlegelmaterial auf den Reststängeln, ist zu warten bis dieses abgetrocknet ist und möglichst keine Stängelteile abdeckt. Je nach Wetterlage dauert dies etwa 3 Tage. Beim Schlegeln ist darauf zu achten, dass die Stängel nur bis auf 15 - 20 cm abgeschlegelt werden. Schlegeln Sie keine Pflanzen die unter Wasserstress stehen, da dies zu Nabelendnekrosen und Gefäßbündelverbräunungen führen kann.

  • Vorlage von  Reglone ®, nach ca. 5 Tagen gefolgt von 1,0 l/ha SHARK

2. Kartoffeln in der Abreife / schwach wüchsige Bestände: 
Alle Pflanzenteile können mit der Spritzbrühe erreicht werden, der Boden ist sichtbar:
1,0 l/ha SHARK

 

Weinbau:
Das Entfernen von Stockaustrieben im Weinbau ist jedes Jahr eine wichtige Maßnahme in der Kulturführung. Damit werden folgende Ziele erreicht:

  • Verminderung von Pilzbefall
  • Verminderung des Aufwanderns von Schädlingen
  • Vermindert die Selbstbeschattung und Verdichtung der Laubwand
  • Fördert die Qualität und erleichtert die Ernte
  • Fördert die Belüftung der Laubwand und der Trauben

Einsatz von SHARK
SHARK hat eine Genehmigung nach § 18a PflSchG zur Anwendung in den Rebsorten Silvaner, Morio Muskat, Chardonnay, Schwarzriesling sowie allen Burgundersorten. 
Einsatz in Ertragsanlagen ab dem 3. Standjahr ab Austrieb bis zu einer Trieblänge der Stockaustriebe von max. 15 cm.

1) Behandlung mit einer Anwendung
1 l /ha in 300 l Wasser( berechnet auf Ganzflächenbehandlung).
Dies entspricht bei der Unterstockbehandlung beispielsweise 0,3 l Shark in 100 l Wasser pro ha behandelte Rebfläche.

2) Splittingverfahren mit zwei Anwendungen
2 x 0,5 l/ha in 300 l Wasser
Das Splittingverfahren ist bei sehr starkwüchsigen Sorten zu bevorzugen. Um die Benetzungsqualität zu verbessern ist beim Splittingverfahren auf eine frühe Erstbehandlung zu achten.

Shark ist ein reines Kontaktmittel. Daher ist eine optimale Benetzung der Stockaustriebe erforderlich (Spritzschatten vermeiden; jede Gasse befahren).
Die Applikation muss mit Abdrift mindernden Düsen erfolgen wie z.B. Lechler Air Injektor Schrägstrahldüse IS 80 03 / 04 oder 05 (siehe auch unter terrestrische Abstände). Des Weiteren soll zum Schutz vor Abdrift mit einem Spritzschirm gearbeitet werden. Diese Vorschriften zur Anwendungstechnik gelten auch beim Einsatz von Rückenspritzgeräten.
Keine Anwendung in oder an oberirdischen Gewässern (siehe unter Gewässerschutz).
Bei weiteren Fragen zur Anwendung rufen Sie uns bitte unter der Nummer 05136-92038 0 an.

 

Hersteller:
FMC Corporation
1735 Market Street
Philadelphia - PA 19103-USA

Zulassungsinhaber:
FMC Chemical, sprl.
Boulevard de la Plaine 9

1050 Brüssel - Belgien

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