Proman

Herbizid in Kartoffeln

Zulassungsnummer: 007932-00
Wirkstoff: Metobromuron, 500 g/l
Formulierung: Suspensionskonzentrat (SC)
Packungsgrößen: 5 Liter

 

EIGENSCHAFTEN UND WIRKUNGSWEISE

Proman® hat eine breite Zulassung im Vorauflauf bis kurz vor dem Durchstoßen der Kartoffeln gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras und Hühnerhirse. Der Wirkstoff Metobromuron gehört zu den Harnstoffderivaten und hemmt die Photosynthese im Photosystem II. Die Aufnahme von Proman® erfolgt hauptsächlich durch das Wurzelsystem und wird systemisch über das Xylem in die Blätter verteilt. Die Symptome sind Blattchlorosen- und –nekrosen. Sie treten in der Regel nach dem Auflauf der Unkräuter / Ungräser auf.

Wirkungsmechanismus (HRAC): C2

 

WIRKUNGSSPEKTRUM

Sehr gut bis gut bekämpfbar

Befriedigend bekämpfbar

Nicht ausreichend bekämpfbar

Ackersenf

Ackerwinde

Amarant

Ampferblättriger Knöterich

Blutfingerhirse

Borstenhirse

Efeubl. Ehrenpreis

Einjährige Rispe

Flohknöterich

Franzosenkraut

Gänsedistel

GemeinesKreuzkraut

Geruchlose Kamille

Grüne Borstenhirse

Hederich

Hellerkraut

 

Hirtentäschelkraut

Hohlzahn

Hybridgänsefuß

Kleine Brennessel

Melde-Arten

Persischer Ehrenpreis

Purpurote Taubnessel

StängelumfassendeTaubnessel

Stiefmütterchen

Unkrautrübe

Vogelknöterich

Vogelmiere

Weißer Gänsefuß

Wolfsmilch

Zweizahn

 

Echte Kamille

Erdrauch

Nachtschatten

Windenknöterich

Ausfallraps

Bingelkraut

Hundspetersilie

Klettenlabkraut

 

 

ANWENDUNG

Von der Zulassungsbehörde festgelegte Anwendungsgebiete

Anwendungsgebietsnummer: 007932-00/00-002
Pflanzen/- erzeugnisse: Kartoffel
Anwendungsbereich:
 Freiland
Einsatzgebiet: Ackerbau
Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich: Nein
Stadium der Kultur: 00 bis 09
Anwendungszeitpunkt: Vor dem Auflaufen, kurz vor dem Durchstoßen
Maximale Zahl der Behandlungen:  in dieser Anwendung: 1; für die Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwand: 3 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha
Wartezeit: --
Anwendungsbezogene Anwendungsbestimmungen*: NG404 (Hangneigungsauflage (>2%) zu Oberflächengewässern), NT102 (Abdriftminderung zu angrenzenden Flächen), NW609-1 (Gewässerabstandsauflage 5 m; ausgenommen Verlustmindernde Geräte)

 

ANWENDUNGSEMPFEHLUNGEN

Die Behandlung soll vor Auflauf oder spätestens im 2-Blattstadium der Unkräuter erfolgen. Da der Wirkstoff über einige Wochen in der oberen Bodenschicht wirksam bleibt, werden auch später keimende Unkräuter erfasst. Ausreichende Bodenfeuchtigkeit und eine feinkrümelige Struktur des Bodens fördern die Wirkung, hohe Humusgehalte des Bodens verringern sie. In bestimmten Situationen ist es empfehlenswert, einen Mischpartner zu kombinieren.

 

SONSTIGE KENNZEICHNUNGSAUFLAGEN

VV207: Im Behandlungsjahr anfallendes Erntegut/Mähgut nicht verfüttern.

WH9161: In die Gebrauchsanleitung ist eine Zusammenstellung der Unkräuter aufzunehmen, die durch die Anwendung des Mittels gut, weniger gut und nicht ausreichend bekämpft werden, sowie eine Arten- und/oder Sortenliste der Kulturpflanzen, für die der vorgesehene Mittelaufwand verträglich oder unverträglich ist.

WH960: Auf der Verpackung und in der Gebrauchsanleitung ist auf das hohe Nachbaurisiko hinzuweisen. Insbesondere sind gefährdete Folgekulturen zu benennen und Möglichkeiten für das Risikomanagement zu beschreiben.

WP720: Kein Nachbau von zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten sowie Winterraps.

 

ANWENDUNGSBEZOGENE ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

NG404: Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 20 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden bzw. mit der Kanalisation verbunden sind, oder - die Anwendung im Mulch - oder Direktsaatverfahren erfolgt.

 

NT102: Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 75 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.

NW609-1: Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern – ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mindestens mit unten genanntem Abstand erfolgen. Dieser Abstand muss nicht eingehalten werden, wenn die Anwendung mit einem Gerät erfolgt, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Unabhängig davon ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, das Verbot der Anwendung in oder unmittelbar an Gewässern in jedem Fall zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden. 5 m

 

Zulassungsinhaber:
Belchim Crop Protection

 

Belchim Wetter

 

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