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Katana

Katana ist ein Herbizid zur Bekämpfung von einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern im Weinbau und in Weihnachtsbäumen.

  • Breites Wirkungsspektrum

  • Ausgeprägt lange Wirkungsdauer

  • Blatt- und Bodenwirkung

 

 

Wirkstoff: Flazasulfuron 250 g/kg 
Formulierung: Wasserdispergierbares Granulat 
Packungsgröße: 50 g, 200 g

 

Eigenschaften und Wirkungsweise:
Katana gehört zur Wirkstoffgruppe der Sulfonylharnstoffe. Der Wirkstoff wird sowohl über das Blatt, als auch über die Wurzeln von den Pflanzen aufgenommen. Mit dem Saftstrom findet eine Verteilung in der Pflanze statt. Die herbizide Wirkung erfolgt über die Hemmung des Enzyms Acetolactat Synthase (ALS) in den Zellen der Unkräuter und Gräser. Diese stellen das Wachstum unverzüglich ein, verfärben sich, und sterben anschließend langsam ab.
Aufgrund seiner Blatt und Bodenwirkung verhindert Katana auch den Neuauflauf aus Samen und besitzt eine Wirkungsdauer von mehreren Monaten.

(WMB): Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe): B

Wirkungsspektrum

Sehr gut bis gut bekämpfbar
(95 – 100 %)

Gut bekämpfbar
(85-95 %)

Mäßig bekämpfbar
(70-84 %)

Nicht ausreichend bekämpfbar

Breitblättrige Unkräuter

Ackergauchheil

Bingelkraut

Ackerschachtel-halm

Ackerwinde (unterdrückbar)

Acker-Senf

Brombeeren

Gänsedistel-Arten

Acker-Kratzdistel

Hahnenfuß-Arten

Gänsefuß-Arten

Lattich

Ehrenpreis-Arten

Hederich

Geranium-Arten

 

Erdrauch

Hirtentäschelkraut

Gemeines Kreuzkraut

 

Krauser Ampfer

Kamille-Arten

Kanadisches Berufskraut

 

Stumpfblättriger Ampfer

Klettenlabkraut

Kleine Brennnessel

 

Schwarzer Nachtschatten

Leguminosen

Knöterich-Arten

 

Spitz-Wegerich

Rauhaariger Amarant

Löwenzahn-Arten

 

Zaun-Wicke

Taubnessel-Arten

Malve-Arten

 

 

Vogelmiere

Melde-Arten

 

 

Wicken-Arten

Schmalblättriges Weidenröschen

 

 

Zottiges Weidenröschen

Storchschnabel

 

 

 

Weinbergs-Lauch

 

 

 

Wilde Möhre

 

 

Gräser

Blutrote Fingerhirse

Fadenfingerhirse

Einjähriges Rispengras

 

Borstenhirse-Arten

Flughafer

Quecke

 

Trespen-Arten

Hühnerhirse

 

 

 

Anwendung:
Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:

Weinbau
Angendungsgebietsnummer: 004837-60/01-001
Schadorganismus: Einkeimblättrige und Zweikeimblättrige Unkräuter
Einsatzgebiet: Weinbau (Tafel- und Keltertrauben)
Anwendungsbereich: Freiland bei 10 – 20 cm Unkrauthöhe
Max. Zahl der Anwendungen: 1 mal pro Kultur und Jahr
Anwendungszeit: Mai bis Juni
Aufwand: 200 g/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungstechnik: Spritzen
Wartezeit: 90 Tage

Anwendungsgebietsnummer: 004837-60/02-001
Schadorganismus:  Einkeimblättrige und Zweikeimblättrige Unkräuter
Einsatzgebiet: Weinbau (Tafel- und Keltertrauben)
Anwendungsbereich: Freiland bei 10 – 20 cm Unkrauthöhe
Max. Zahl der Anwendungen: 1 mal pro Kultur und Jahr
Anwendungszeit: April bis Juni
Aufwand: 200 g/ha in 200 – 400 l Wasser/ha
Anwendungstechnik: Spritzen
Anwendungstechnik: Reihenbehandlung
Wartezeit: 90 Tage

Genehmigungen nach § 18 a

Weihnachtsbäume
Schadorganismus:  Einkeimblättrige und Zweikeimblättrige Unkräuter 
Einsatzgebiete: Nadelholz (Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen) Nr. 004837-60/03-001, Zierkoniferen (Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen) Nr. 004837-60/03-003

Anwendungsbereich: im Frühjahr bis Knospenaufbruch, bei 10-20 cm Unkrauthöhe
Max. Zahl der Anwendungen: 1 mal pro Kultur und Jahr
Aufwand: 200 g/ha in 200 - 400 l Wasser /ha
Anwendungstechnik: Spritzen
Wartezeit: keine

Die ganzflächige Anwendung darf nur bis zum Knospenaufbruch durchgeführt werden. In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und speziellen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.

Schadorganismus: Einkeimblättrige und Zweikeimblättrige Unkräuter 
Einsatzgebiete: Nadelholz (Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen) Nr. 004837-60/03-002, Zierkoniferen (Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen) Nr. 004837-60/03-004    
Anwendungsbereich: nach dem Austrieb, während der Vegetationsperiode, bei 10-20 cm Unkrauthöhe 
Max. Zahl der Anwendungen: 1 mal pro Kultur und Jahr
Aufwand: 200 g/ha in 200 - 400 l Wasser / ha
Anwendungstechnik: Zwischenreihenbehandlung / mit Abschirmung
Wartezeit: keine

Spätere Anwendungen, nach dem Austrieb, sollten als Zwischenreihenbehandlung mit Abschirmung erfolgen. In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und speziellen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.

 

Anwendungsempfehlung:

Weinbau

Der Einsatz von Katana sollte in der Vegetationsperiode, vorzugsweise vor dem Austrieb der Reben, bei einer Unkrauthöhe von 10 - 20 cm erfolgen.
Sollten die Reben schon ausgetrieben haben, dürfen keine grünen Rebteile benetzt werden.
Beim Einsatz nach dem Austrieb der Reben sind Stockaustriebe rechtzeitig vor der Behandlung mit Katana zu entfernen und Abdrift ist zu vermeiden.
Die Anwendung von Katana wird in der Regel als Unterstockbehandlung durchgeführt.

Die Aufwandmenge ist entsprechend der Zeilenbreite und der zu behandelnden Fläche zu berechnen. Der Einsatz erfolgt ab dem 4. Standjahr der Reben. Demnach sollten zwischen letzter Behandlung mit Katana und Neupflanzung 2 Jahre liegen. Die Anwendung von Katana ist bis ein Jahr vor der Rodung der Anlage möglich. Bis zu 6 Stunden nach der Behandlung sollte kein Niederschlag fallen.

  • Frühe Anwendung 200 g/ha Katana + 4 l/ha Helosate 450 TF (450 g/l) oder ein anderes Glyphosat
  • Frühsommeranwendung 150 g/ha Katana + 4 l/ha Helosate 450 TF (450 g/l) oder ein anderes Glyphosat
  • Einsatz mit Rückenspritzen 2 g Katana + 40 ml Helosate 450 TF oder ein anderes Glyphosat auf 10 Liter Wasser (gut durchmischen) für 100 m2

Glyphosat und Flazasulfuron ergänzen sich in ihrer Wirkung auf die Unkräuter und Ungräser. Bei Einsatz von Katana solo empfehlen wir den Zusatz eines Netzmittels um die Wirkstoffaufnahme der Unkräuter und Ungräser zu verbessern.

Weihnachtsbäume:

Katana kann in Fichten und Tannenarten sowie in Ziergehölzen zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden (ausgenommen in Baumschulen).

  • Einsatz vor Austrieb der Kultur 200 g/ha Überkopfspritzung
  • Einsatz nach Austrieb der Kultur 150 g/ha Unterblattspritzung
  • Einsatz in Junganlagen nach der Pflanzung 100 – 150 g/ha Überkopfspritzung

Bei der Anwendung nach der Pflanzung ist auf ein abgesetztes Pflanzbeet zu achten. Ein Austrieb der Bäume sollte noch nicht erfolgt sein.

Nach unseren Erfahrungen bringt eine Mischung von Katana mit glyphosathaltigen Mitteln (z.B. Helosate 450 TF) eine Ergänzung im Wirkungsspektrum.
Bei Einsatz von Katana solo empfehlen wir den Zusatz eines Netzmittels um die Wirkstoffaufnahme der Unkräuter und Ungräser zu verbessern. Eine Haftung für Mischungen mit anderen Herbiziden wird jedoch nicht übernommen.

 

Zulassungsinhaber
ISK Biosciences Europe, SA
Tour ITT - Avenue Louise 480 – Bte.12
B- 1050 Brüssel, Belgien

Belchim Wetter

 

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