Belchim Crop Protection

Belchim Crop Protection

Mehr Nutzen im Hopfen

Thomas Huber

 

Telefon 0151 - 426 289 76
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

09.07.2018 Hopfenputzen mit Quickdown

Quickdown ist ein Kontaktherbizid zum Hopfenputzen mit dem Wirkstoff Pyraflufen-ethyl, welcher durch Hemmung eines Enzyms Protoporphyrinogen-Oxidase-Hemmer (PPO-Hemmer) in die Photosynthese der Pflanzen eingreift und zur Zerstörung der Zellmembranen führt. Die Schädigungsrate nimmt mit steigender Lichtintensität zu. Für eine ausreichende Wirkung muss Quickdown daher vormittags eingesetzt werden. Die Anwendung von Quickdown erfolgt zusammen mit Toil - einem speziellen Benetzungsmittel, das die Wirkstoffaufnahme über die grünen Pflanzenteile optimiert. Um Phytotox am Hopfen zu vermeiden darf Quickdown nicht in Kombination mit Nährstofflösungen ausgebracht werden!

Quickdown ist ab BBCH55 das einzig zugelassene Produkt zum chemischen Hopfenputzen mit JP-Norm!

Die Anwendung im Hopfen erfolgt als Reihenbehandlung. Daraus ergibt sich eine Aufwandmenge von 0,1 l/ha Quickdown + 0,25 l/ha Toil. Quickdown kann zweimal pro Saison ab BBCH35 (50% der Gerüsthöhe erreicht) bis BBCH65 (Vollblüte: etwa 50% der Blüten geöffnet) eingesetzt werden. Der zeitliche Abstand zwischen den Behandlungen beträgt 4-6 Wochen.

Wir empfehlen bei der Erstanwendung einen Einsatz ab erreichen der vollen Gerüsthöhe.

EU- und JP-Norm sind vorhanden.

07.07.2018 Beloukha (680 g/l Pelargonsäure)

Beloukha ist als nichtselektives Kontaktherbizid eine natürliche Lösung zum chemischen Hopfenputzen. Beloukha enthält den Wirkstoff Pelargonsäure, welcher zu 100 % pflanzlichen Ursprungs ist und einen schnellen Abbau in die natürlichen Bestandteile CO2 und Wasser ermöglicht. Pelargonsäure ist eine Fettsäure mit 9 Kohlenstoffatomen und wird daher auch als Nonansäure bezeichnet.

Unter optimalen Bedingungen ist die Wirkung bereits innerhalb von zwei Stunden nach der Anwendung sichtbar. Das Endergebnis wird nach einigen Tagen erzielt. In Kombination mit Nährstofflösungen wirkt Beloukha extrem schnell und zeigt bereits nach wenigen Minuten erste Effekte. Je nach Witterung kann die Wirkung über mehrere Tage bzw. Wochen andauern.

Beloukha besitzt eine reine Kontaktwirkung und keinerlei systemische Eigenschaften. Durch den Einsatz von Beloukha wird die Kutikula der benetzten Pflanzenteile zerstört. Die Zellen verlieren Wasser und brechen innerhalb kürzester Zeit zusammen. Es entsteht ein hygroskopischer Effekt durch welchen die benetzten Pflanzenteile zu vertrocknen beginnen.

 

 

 

 

Produktprofil Beloukha

Wirkstoff:  Pelargonsäure (680 g/l)
Formulierung:   Emulsionskonzentrat (EC)
Ursprung:  Pflanzenöle
Indikation: 2. Hopfenputzen (Notfallzulassung nach Artikel 53 ab 05.07.2018 für 120 Tage)
Aufwandmenge: 16 l/ha (5,3 l/ha im Hopfen zur Reihenbehandlung)
Anzahl der Einsätze: 1 Behandlungen pro Jahr
Gesamtaufwandmenge pro Jahr: 16 l/ha (5,3 l/ha im Hopfen zur Reihenbehandlung)
Aufwandmenge Brühe: 900 - 1.500 l/ha (300 l/ha - 500 l/ha bei Reihenbehandlung)
Gebindegröße: 10 l; 15 l
Anwendungszeitpunkt:  ab BBCH38 (30% der Gerüsthöhe erreicht) bis BBCH87 (70% der Dolden geschlossen)
Wartezeit:  F    Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen abgedeckt und dadurch ist eine Festsetzung einer Wartezeit nicht erforderlich.
Auflagen: NW468, NW609-1, NT101, NB6641(B4)

 

Anwendungsempfehlung im Hopfen

Für eine optimale Wirkung sollte Beloukha® mit Nährstofflösungen angewendet werden. Beloukha® hat in Kombination mit Nährstofflösungen eine gute Wirkung auf Blätter, Boden- und Seitentriebe, sowie auf getroffene Unkräuter und Ungräser und ist zudem hochverträglich für den Hopfen. Die volle Aufwandmenge sollte nicht reduziert werden. EU- und US-Norm sind bereits vorhanden. In Kombination mit Nährstofflösungen sind leichte Gewebeschädigungen möglich, die jedoch nicht zu Wachstumsstörungen führen oder ertragswirksame Folgen haben. Im Rahmen der Düngeverordnung sind die Stickstoffmengen der Beloukha Anwendung bei der Gesamtstickstoffmenge zu berücksichtigen.

 

Einsatzempfehlung

Aufwandmenge Spritzbrühe 400-500 l/ha
*30% AHL oder **50% InnoFert Hopfen
5,3 l/ha Beloukha®
Schaumstopp (z.B. proagro Schaumfrei)
0,1 % Adhäsit
0,04% Break thru
Fahrgeschwindigkeit möglichst nicht über 6 km/h
EU und US-Norm vorhanden
Bislang keine Freigabe für JP-Norm (bzgl. JP-Norm siehe unten #Quickdown)
Keine Mischung mit Zink- und Borsalzen

 

*100 l AHL entsprechen 36 kg N

**100 l AN-Innofert Hopfen entsprechen 18 kg N

Grundsätzlich gilt die Empfehlung Nährstofflösung +Schaumstopp + Beloukha + Additiv. Der Einsatz von Beloukha in Kombination mit MgCl2-Lösungen wurde bislang noch nicht ausreichend getestet. Unverträglichkeiten bei der Mischung mit MgCl2-Lösungen sind bislang nicht bekannt.

 

WICHTIG:

Bei Pflanzenschutzspritzen mit starkem Rücklauf oder starker Rührwerksleistung kann es zu Schaumbildung kommen, welche die Wirkung von Beloukha beeinflusst. Daher sollte unabhängig von auftretender Schaumbildung beim Befüllvorgang immer Schaumstopp eingesetzt werden.

Wichtig ist auch die richtige Reihenfolge bei der Spritzenbefüllung. Zuerst sollte das Fass weitestgehend mit der vollen Menge Wasser befüllt werden. Danach folgt die volle Menge der Nährstofflösung. Als nächstes folgt Schaumstopp. Erst danach kann Beloukha zugegeben werden. Abschließend können Additive und die restliche Wassermenge beigemischt werden.


Einsatzbedingungen (WICHTIG)

Beloukha wirkt wie auch die bekannten Nährstofflösungen hygroskopisch. Die Kutikula der benetzten Pflanzenteile wird zerstört und die Zellen verlieren Wasser. Schlussendlich beginnen die benetzten Stellen rasch zu vertrocknen.

Um diesen Effekt möglichst optimal zu nutzen, sollten folgende Punkte unbedingt berücksichtigt werden:

 

  • Die Temperatur des Spritzwassers sollte nicht unter 10°C betragen.
  • Die Lufttemperatur während der Anwendung sollte möglichst mehr als 10°C betragen.
  • Eine hohe relative Luftfeuchte über 60% während der Anwendung fördert die Wirkung. Die Anwendung sollte daher möglichst während der Morgenstunden erfolgen. Tau wirkt sich nicht negativ aus. Bei regennassen Beständen sollte allerdings noch abgewartet werden. Alternativ bietet sich der Einsatz am Abend an, sofern die Luftfeuchtigkeit wieder ausreichend hoch ist. Behandlungen bei über 25°C, sowie am Nachmittag sollten vermieden werden.
  • Im Anschluss (+Folgetage) an die Behandlung sollte möglichst warme, wüchsige Witterung vorherrschen.
  • Kein Niederschlag während der nachfolgenden 48 Stunden. Dies fördert v.a. die hygroskopische Leistung der Nährstofflösung.
  • Im Vergleich zur Anwendung von reinen Nährstofflösungen muss bei der Kombination Beloukha + Nährstofflösung die Anwendung nicht direkt nachfolgend an ein Niederschlagsereigniss erfolgen. Bei der Kombination Beloukha + Nährstofflösung ergeben sich auch bei Anwendungen bei hoher Wachsschicht keine Wirkungsverluste.

  

Vorhandene Versuchsergebnisse im Hopfen

 

Beloukha wurde 2017 neben der amtlichen Mittelprüfung auch im Praxiseinsatz getestet. Nachfolgend einige Aufnahmen.

Informationen zur Behandlung:

Hallertauer Magnum; Behandlung vor dem ersten Ackern am 24.05.2017 um 9:00 Uhr bei 17°C und hoher rel. LF; warm und trocken während der Folgetage; Aufwandmenge Brühe 400 l/ha, 50% AN-Innofert Hopfen + 6 l/ha Beloukha; Fahrgeschwindigkeit 5 km/h; agrotop Exzenter-Flachstrahldüse OC 80-06; 36 kg Gesamtstickstoff pro ha

 

Aufnahmen zur Behandlung am 24.05.2017

 

 

 

 

35 Tage (=Ende Juni) nach der Behandlung.

 

  

Quelle: Thomas Huber, Belchim Crop Protection

 

Weitere Informationen zu Beloukha finden Sie unter naturalandfast.belchim-agro.de

18.06.2018 Insektizideinsatz

Spätestens zum Ende der Blüte sollte der Hopfen blattlausfrei sein, um das Risiko eines Doldenbefalls ausschließen zu können. Sind die Blattläuse erste einmal in der Dolde, können sie nur noch sehr schwer bekämpft werden. Tritt dieser Fall ein, sind signifikante Ertrags- und Qualitätsverluste nicht mehr zu vermeiden.

 

Für eine wirksame und ausdauernde Bekämpfung der Hopfenblattlaus empfiehlt sich der Einsatz von Teppeki®.

 

  • Wirkstoff:                                          Flonicamid, 500 g/kg
  • Aufwandmenge:                                 180 g/ha
  • Anzahl der Anwendungen:                   2
  • Gebinde:                                           500 g, 2 kg
  • Wartezeit:                                          21 Tage
  • Nützlingsschonend (selektiv und gezielt gegen Läuse)
  • Verteilung systemisch und translaminar: Erfasst auch versteckt sitzende Läuse
  • Stabile und sehr lange Dauerwirkung

 

Bekämpfungsstrategie:

Zur Erstbehandlung sollte Teppeki rechtzeitig eingesetzt werden. Sind Nachbehandlungen notwendig, empfiehlt sich der Einsatz von Warrant oder Plenum. Vor allem bei Hopfen, die nach EU-Norm behandelt werden müssen empfiehlt sich diese Strategie. Bei US- und JP-Norm kann ggf. auch die Nachbehandlung mit Teppeki erfolgen. 

18.06.2018 Akarizideinsatz

In den kommenden Tagen steht bei vielen Hopfenpflanzern die wichtigste Behandlung gegen die gemeine Spinnmilbe an.

Die Entwicklungszeit (Reproduktion) der gemeinen Spinnmilbe ist stark temperaturabhängig, siehe Tabelle. Die trocken-heiße Witterung bis Anfang Juni begünstigte 2018 die Ausbreitung von Spinnmilben im Hopfen wesentlich stärker, als dies in der Regel der Fall ist. Je früher Spinnmilben den Hopfen befallen, desto geringer ist die Chance, mit einer einmaligen Behandlung den Hopfen bis zur Ernte befallsfrei zu halten. Nur mit einer rechtzeitigen Erstbehandlung legen Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Bekämpfungsstrategie!

 

 

Für eine erfolgreiche Bekämpfung sind folgende Parameter entscheidend:

  • Robuste Aufwandmenge des verwendeten Pflanzenschutzmittels
    • Die volle AWM von Milbeknock (1,5 l/ha) sollte unabhängig von Befallsdruck, Wasseraufwandmenge, Entwicklungsstadium des Hopfens, usw. nie reduziert werden!
    • Temperatur während und nach der Behandlung
      • Milbeknock zeichnet sich durch eine exzellente knock-down –Wirkung aus und erfasst so sicher alle mobilen Stadien der Spinnmilbe die aktiv mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen. Um einen möglichst hohen Bekämpfungserfolg zu gewährleisten, sollten die Spinnmilben daher während und nach der Behandlung „aktiv“ sein. Hierfür benötigt es Temperaturen von mind. 20°C. Bei niedrigeren Temperaturen zur und nach der Anwendung besteht die Gefahr, dass Spinnmilben, welche nicht direkt getroffen wurden im Nachgang durch fehlende Aktivität zu wenig Wirkstoff aufnehmen, bzw. dass zum Zeitpunkt des Eintretens der Aktivität bereits zu viel Wirkstoff abgebaut ist. Milbeknock-Behandlungen sollten soweit möglich besser morgens (ins Warme hinein) getätigt werden. Bei Behandlungen spät abends sollten warme Nachttemperaturen von >20°C vorherrschen.
      • Temperatur und Wind
        • Spritzungen nur bei Windstille bzw. nicht bei Windgeschwindigkeiten über 3 m/sec. und möglichst nicht bei Lufttemperaturen über 25 °C im Bestand ausbringen.
        • Angepasste Fahrgeschwindigkeit
          • Beim Einsatz von Akariziden im Hopfen sollten Fahrgeschwindigkeiten von max. 2,5 km/h nicht überschritten werden. Wird nur jede dritte Reihe als Fahrgasse verwendet, so darf die Fahrgeschwindigkeit nicht über 2 km/h betragen!
          • Angepasste Wassermenge für optimale Benetzung
            • Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand 18.06.2018) empfehlen sich zur Akarizidbeahndlung Wassermengen je nach Bestand von 1.500-2.200 l/ha, siehe LfL-Tabelle
            • Angepasste Düsenbestückung
              • Die richtige Düsenbestückung ist vor allem beim Akarizideinsatz ein entscheidender Faktor. Häufig resultieren Minderwirkungen aus der falschen Düsenbestückung. Um eine möglichst optimale Benetzung zu gewährleisten, müssen die verwendeten Düsen mit einem gewissen Mindestdruck gefahren werden. Bei der Verwendung von TurboDrop-Düsen gilt es einen Mindestdruck von 20 bar (gemessen an den Düsen) nicht zu unterschreiten. Beim Akarizideinsatz mit Wasseraufwandmengen von 1.500 bis 2.200 l/ha sollte die kleine oder mittlere Düsenbestückung verwendet werden. Siehe Tabelle. Individuelle Anpassung sind möglich. Zu beachten ist jedoch, dass nur die Düsensätze „Hallertau“ und „Tettnang“ eine 90% Abdriftminderung garantieren! Siehe Tabelle
              • Additiv-Einsatz
                  • Milbeknock wirkt translaminar von Blattoberseite zu Blattunterseite. Durch die Beimischung von LI700 wird dieser Effekt unterstützt.
                  • Für Kontakt-Akarizide bietet sich der Einsatz von proagro-Netzmittel (0,3 l/ha) an. proagro-Netzmittel ist ein Netz- und Haftmittel. Es dient der Verbesserung der Benetzbarkeit wasserabstoßender Oberflächen. Durch die Herabsetzung der Oberflächenspannung sorgt proagro-Netzmittel dafür, dass sich die Spritzbrühe auf der Blattoberfläche sehr gut verteilt, besser haftet und stabilisiert.

                 

                 

                Meine Empfehlung:

                1,5 l/ha Milbeknock® + 3 l/ha LI700                              

                komplette Akarizidwirkung auf alle Stadien der Spinne

                    • hochwirksam auf mobile Stadien und hemmend auf die Reproduktionsrate!
                    • inkl. EU- und JP- Toleranz
                    • Wartezeit 21 Tage
                    • 2 Anwendungen möglich

                 

                 

                 

                 

                 

                 

                 

                Quelle: LfL

                 

16.06.2018 Vorwort

Liebe Hopfenpflanzerinnen und Hopfenpflanzer,

vielen Dank, dass Sie die Belchim-Hopfenseite besuchen! Auf dieser website erhalten Sie detaillierte Informationen zu unseren Produkten, sowie aktuelle Einsatzempfehlungen.

Belchim Crop Protection bietet Ihnen zur Saison 2018 ein umfassendes Angebot an Produkten für den Hopfen an:

Sluxx HP (Molluskizid)

Proagro Netzmittel (Netz- und Haftmittel)

Phos 60 (NK – Düngerlösung, enthält 671 g/l phosphoriger Säure)

Warrant 700 WG (Insektizid)

Teppeki (Insektizid)

Milbeknock (Akarizid)

*Beloukha (Herbizid zum Hopfenputzen)

Quickdown (Herbizid zum Hopfenputzen)

Phytnet (Spezialreiniger von landwirtschaftlichen Pflanzenschutzspritzen)

 

* Notfallzulassung nach Artikel 53 zum 2. Hopfenputzen ab 05.07.2018

Hopfenbroschüre

Belchim Wetter

 

ANMELDUNG NEWSLETTER

Wir werden Ihre Informationen mit Respekt behandeln. Weitere Informationen über den Umgang mit Ihrer Privatsphäre entnehmen Sie bitte unserer „Datenschutzerklärung“. Mit einem Klick auf den „Anmelden“ Button erhalten Sie unseren Newsletter und erklären sich bereit, dass wir Ihre Informationen gemäß diesen Bedingungen verarbeiten können

Designed by Pedro
Scroll to Top